Ausstellung Recycling

 

Ausstellungseröffnung im Rathaus Zeuthen am 1. Juli 2016

Alte Dosen, Jalousien und andere farbige Bleche wurden seit Dezember 2015 von „Paulas Powergirls“ im Wahlpflichtfach Kunst zu kleinen Meisterwerken, sogen. Assemblagen verarbeitet. Unter den Händen der Schülerinnen der 9. Klasse entstanden realisitische Werke und Phantasiebilder. Ein weiterer Schwerpunkt des Kunstunterrichts war die Arbeit mit Holz. Die Schülerinnen feilten, sägten und schliffen Pappelrinde zu kleinen Skulpturen. Unter Anleitung von Willi Selmer, freischaffender Künstler aus dem Spreewald und Ines Berger, Fachlehrerin Kunst, entstanden auch hier wunderbare Exponate.

Mittlerweile sind die Ausstellungsmöglichkeiten der PAULA erschöpft, sodass eine Alternative gefunden werden musste, denn jeder Künstler möchte seine Werke zeigen. Er sucht den Austausch mit anderen Menschen, möchte mit ihnen ins Gespräch kommen und auch erfahren, wie seine Arbeiten auf andere Menschen wirken. Das hat die beiden Projektleiter bewogen direkt im Rathaus nach Ausstellungsmöglichkeiten zu fragen. Bürgermeisterin, Beate Burgschweiger, fand die Ideen und die Kreativität der jungen Menschen so überzeugend, dass sie dem Vorhaben zustimmte. Am Freitag, 1. Juli 2016, 15:00 Uhr laden „Paulas Powergirls“ nun gemeinsam mit dem Schulträger zu einer Vernissage ins Rathaus Zeuthen. „Was wir hier geboten bekommen, löst vor allem Freude aus. Freude darüber, dass sich die Schülerinnen in ihrem Wahlfach zu ihrer Kreativität bekennen. Sicherlich werden sie dadurch auch den einen oder anderen motivieren, es ihnen gleichzutun.“, freut sich Burgschweiger auf die Ausstellung in den Räumen des Rathauses.

Der Projektleiter Willi Selmer ist gebürtiger Bayer, der 1991 seinen Lebensmittelpunkt in die Niederlausitz verlegt hat. Seit 1995 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler im Alten Gasthof in Laasow, wo er von gestandener Lausitzer Heidelandschaft auf der einen und wiederentstehender, rekultivierender Tagebaulandschaft auf der anderen Seite des Dorfes für sich ideale Arbeits- und Lebensbedingungen gefunden hat.* Auf seiner Webseite steht, dass er ein Rekultivierer ist, der Verlorenes und Vergessenes entdeckt – eine hervorragende Inspiration für die Schüler.

Diese besondere Form des Kunstunterrichts wird gefördert durch das Programm „Initiative Sekundarstufe I“ (INSIEK I) für die Sekundarstufen 7 bis 10 an Oberschulen, Gesamtschulen und Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“. Mit bis zu 20.000 Euro je Schule und Schuljahr können Schulprojekte insbesondere zur Berufs- und Studienorientierung, aber auch zur Entwicklung von personalen und sozialen Schlüsselkompetenzen der Schülerinnen und Schüler umgesetzt werden. Das können Projekte zur verstärkten Kooperation von Schule und regionalen Unternehmen oder auch zur kulturellen Bildung, Verbraucher- oder Umweltbildung sein.

Die finanziellen Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Land Brandenburg.** Die Projektidee der PAULA hat überzeugt und wird hier nun schon seit zwei Jahren erfolgreich umgesetzt.

* Quelle: www.williselmer.de

** Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

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